Über mich – Julia Wilken, Physiotherapeutin in Leverkusen-Schlebusch
Schon früh stand für mich fest, dass ich mit Menschen und mit dem Körper arbeiten möchte. Daraus wurde ein Beruf, der mich an Orte geführt hat, die meine Arbeit bis heute prägen: an die Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg, ans Dolphin Research Center in Florida und ans Kaiser-Foundation Rehabilitation Center in Kalifornien.
Auf den folgenden Zeilen erfahren Sie, woher meine Arbeitsweise kommt, welche Methoden ich vertieft erlernt habe – und warum eine Behandlungseinheit bei mir 60 Minuten dauert.

Mein beruflicher Werdegang
Ich bin staatlich anerkannte Physiotherapeutin und Heilpraktikerin für Physiotherapie. Seit mehr als drei Jahrzehnten arbeite ich in diesem Beruf. Nach der Grundausbildung habe ich mich früh entschieden, nicht in der klassischen Krankengymnastik stehen zu bleiben, sondern Methoden zu erlernen, die tiefer wirken: die Vojta-Therapie, die PNF-Therapie und die manuelle Wirbelsäulenaufrichtung.
Heute führe ich eine eigene Praxis in Leverkusen-Schlebusch. Mein Einzugsgebiet reicht über Leverkusen hinaus in den gesamten Raum Köln und Düsseldorf, ergänzt durch Hausbesuche bei Patientinnen und Patienten, die nicht selbst in die Praxis kommen können.
Stationen, die mich geprägt haben
Drei Stationen meines Werdegangs haben meine fachliche Sichtweise besonders geformt:
Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg
In Heidelberg habe ich gelernt, wie eng orthopädische und neurologische Befunde zusammenhängen – und warum eine reine Symptombehandlung oft zu kurz greift. Die Klinik ist eines der führenden orthopädischen Zentren in Deutschland. Was ich dort über Wirbelsäulen-Pathologien, postoperative Rehabilitation und kindliche Skoliosen gelernt habe, fließt heute in jede Behandlung ein, bei der die Wirbelsäule eine Rolle spielt.
Besonders prägend war die enge Verzahnung mit den behandelnden Ärzten: Wer einmal erlebt hat, wie ein Orthopäde, ein Neurologe und eine Physiotherapeutin gemeinsam einen komplexen Befund besprechen, denkt fortan in größeren Zusammenhängen. Diese interdisziplinäre Denkweise ist die Basis meiner ganzheitlichen Sicht auf den Körper.
Dolphin Research Center, Florida
Die Arbeit im Dolphin Research Center hat mir eine andere Perspektive auf Therapie eröffnet: das Konzept der Delfin-assistierten Therapie für Kinder mit neurologischen Erkrankungen und Entwicklungsverzögerungen. Was klingt wie eine Randerscheinung, ist in Wahrheit ein hochstrukturiertes therapeutisches Setting, in dem die Reaktionen des Patienten – besonders bei Kindern mit Cerebralparese oder Autismus – auf eine Art beobachtet werden können, die in einem Praxisraum nicht möglich ist. Ich habe von dort die Geduld mitgenommen, mit der man auf kleine, fast unsichtbare Bewegungsfortschritte achten muss. Und ich habe gelernt, dass Therapie nicht immer in den klassischen Bahnen verlaufen muss, um zu wirken. Diese Offenheit für ungewöhnliche Settings prägt heute besonders meine Arbeit mit Säuglingen und kleinen Kindern.
Besonders prägend war die enge Verzahnung mit den behandelnden Ärzten: Wer einmal erlebt hat, wie ein Orthopäde, ein Neurologe und eine Physiotherapeutin gemeinsam einen komplexen Befund besprechen, denkt fortan in größeren Zusammenhängen. Diese interdisziplinäre Denkweise ist die Basis meiner ganzheitlichen Sicht auf den Körper.
Kaiser-Foundation Rehabilitation Center, Kalifornien
Im Kaiser-Foundation Rehabilitation Center habe ich klassische amerikanische Reha-Strukturen erlebt: interdisziplinäre Teams, akribische Befunddokumentation, früh ansetzende Mobilisation nach Schlaganfall und Schädel-Hirn-Trauma. Vor allem die Kombination aus PNF und gezieltem Gangtraining habe ich dort in einer Tiefe gelernt, die in der deutschen physiotherapeutischen Standardausbildung nicht vorkommt.
Diese Erfahrung kommt heute jeder Patientin und jedem Patienten zugute, die ich nach Schlaganfall, bei Multipler Sklerose oder bei Parkinson begleite. Beeindruckt hat mich dort auch der konsequente Fokus auf Selbstständigkeit: Was kann der Patient morgens selbst tun, was nach einer Woche, was nach drei Monaten? Diese Schritt-für-Schritt-Logik prägt meine Therapiepläne bis heute – statt eines vagen "wir werden sehen" gebe ich konkrete Etappenziele vor.
Meine Zertifizierungen und Spezialisierungen
Über die Jahre habe ich mehrere Zusatzqualifikationen erworben, die alle eine gemeinsame Linie haben: Sie verbinden orthopädische und neurologische Befunde und arbeiten mit dem Nervensystem, nicht nur am Muskel.
- Zertifizierte Vojta-Therapeutin (für Säuglinge, Kinder und Erwachsene)
- Zertifizierte PNF-Therapeutin (Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation)
- Heilpraktikerin für Physiotherapie (sektoraler Heilpraktiker mit Behandlungserlaubnis ohne ärztliche Verordnung)
- Spezialisierung auf Wirbelsäulenaufrichtung und Skoliose-Behandlung
- Fortlaufende Weiterbildung in manueller Therapie und neurologischer Rehabilitation
Zusätzlich integriere ich Methoden, die ich im Ausland kennengelernt habe – darunter die TRE-Technik (Tension and Trauma Releasing Exercises), eine Methode zur sanften Lösung chronischer Spannungsmuster über das Nervensystem.
Was mir an meiner Arbeit wichtig ist
Drei Grundsätze prägen meine Arbeitsweise:
Zeit für den Befund. Eine Behandlungseinheit dauert in meiner Praxis 60 Minuten. Das ist eine bewusste Entscheidung gegen den Zeitdruck, der den Alltag vieler Kassenpraxen prägt – und für ein Arbeiten, das den Befund nicht abkürzen muss. Wer mit einem komplexen Schmerzbild zu mir kommt, soll nicht nach 20 Minuten wieder draußen stehen.
Ursachen statt Symptome. Eine Schulter, die schmerzt, hat selten ihre Ursache nur in der Schulter. Ein verspannter Nacken kommt selten allein aus dem Nacken. Mein Anspruch ist, gemeinsam mit Ihnen zu verstehen, woher die Beschwerden kommen – und nicht nur, wo sie gerade weh tun.
Behandlung statt Beruhigung. Wenn eine Behandlung wirklich greift, spüren Sie das früher oder später. Bei akuten Beschwerden oft schon in den ersten Sitzungen. Bei chronischen oder neurologischen Verläufen langsamer, aber mit dauerhaften Fortschritten. Ich verspreche keine Wunder, aber ich arbeite konzentriert auf ein Ergebnis hin.
Patientengruppen, mit denen ich besonders viel arbeite
Über die Jahre haben sich in meiner Praxis vier Patientengruppen herausgebildet, die einen großen Teil meiner Arbeit ausmachen:
- Säuglinge mit Auffälligkeiten in den frühen Lebensmonaten – KISS-Syndrom, Hüftdysplasie, Asymmetrien oder verzögerte motorische Meilensteine. Die Vojta-Therapie ist hier oft das Mittel der Wahl.
- Kinder und Jugendliche mit Skoliose oder Haltungsschäden – mit Wirbelsäulenaufrichtung und gezielter Übungstherapie.
- Erwachsene nach Schlaganfall, mit Multipler Sklerose oder Parkinson – mit PNF und Vojta, ergänzt durch Gang- und Gleichgewichtstraining.
- Erwachsene mit chronischen Rückenschmerzen, Bandscheibenproblemen oder anhaltenden Verspannungen – mit einer Kombination aus manueller Therapie, PNF und Wirbelsäulenaufrichtung.
Was diese Gruppen verbindet: Sie alle profitieren davon, dass jemand sich Zeit nimmt, genau hinzuschauen und nicht in Standardschemata zu denken.
Was ich über die Jahre gelernt habe
Nach mehr als drei Jahrzehnten in diesem Beruf sind es drei Beobachtungen, die meine Arbeit heute am stärksten prägen:
Der Körper hat ein Gedächtnis – und es ist veränderbar.
Bewegungsmuster, die sich über Jahre eingeschliffen haben, sitzen tief. Aber sie sind nicht in Stein gemeißelt. Wer mit Vojta und PNF arbeitet, erlebt regelmäßig, wie schnell das Nervensystem neue Wege findet, sobald die richtigen Reize gesetzt werden. Das gilt für den Säugling mit verzögerter motorischer Entwicklung genauso wie für die 70-jährige Patientin nach Schlaganfall.
Anamnese ist die halbe Behandlung.
Viele Beschwerden lassen sich nicht durch reines Probieren am Symptom lösen. Wer falsch belastet wird, weil die Ursache nicht verstanden ist, geht in eine zweite Behandlungsrunde, die genauso wenig hilft wie die erste. Ich höre deshalb lange zu, bevor ich anfasse – das spart oft viele Sitzungen.
Patientinnen wissen mehr über ihren Körper, als sie glauben.
Mein Aufgabe ist es, gemeinsam mit ihnen herauszufinden, was sie längst spüren – und daraus eine Behandlung abzuleiten, die sie auch zu Hause weitertragen können.
Wo Sie mich erreichen
Meine Praxis liegt in Leverkusen-Schlebusch.
Termine vereinbaren Sie telefonisch unter 0160-6010707 oder online.
Hausbesuche sind in Leverkusen, Köln, Düsseldorf und Umgebung möglich.
Termin online anfragen — Kontakt und Anfahrt — Meine Behandlungsschwerpunkte im Überblick
